Der Moro-Reflex entsteht in der 9. - 12. Schwangerschaftswoche und ist bei der Geburt vollständig vorhanden; die sensorische Integration erfolgt im 2 . - 4. Monat. Der Moro-Reflex dient dem Überleben des hilflosen Neugeborenen, um bei plötzlichen Reizen schnell einzuatmen und zu schreien, um Schutz und Hilfe herbeizurufen.
Der Reflex zeigt sich in zwei Phasen:
Auslöser sind unerwarteter Reize auf allen Sinnesebenen:
(Anja v. Velzen: Lern-und Verhaltensproblem bei Schulkindern, S. 12)
Das Kind ist immer in Alarm-Bereitschaft. Angst, Unruhe, Aufregung und hoher Anspannung sind bestimmend, eine Kampf-und Fluchtreaktion in Stresssituationen.
Aktivierung des sympathischen Nervensystems! Chronische Freisetzung von Adrenalin und Cortisol führen zu Schwächung des Immunsystems, Infektions-und Allergienbereitschaft als Folgeerscheinungen. Schneller Abfall des Blutzuckerspiegels bringt Heißhunger nach Süßem und Nachlassen der Konzentration.
Adrenalinausstoß hat weiters Auswirkung auf die Pupillenerweiterung und führt zu Lichtempfindlichkeit. Das hypersensible Kind entwickelt eine Art "Elefantengedächtnis", verliert jedoch die Zusammenhänge.
"Moro-Kinder fühlen sich am sichersten, wenn ihr Leben einer strengen Routine folgt. Sie vermeiden unvertraute Situationen und hüten sich vor Überraschungen. Ihre Vorausplanung kann irritierend sein".
(Anja v. Velzen: Lern-und Verhaltensproblem bei Schulkindern, S.14)
a) Körperliche Ebene: |
b) Psychologische Ebene |
|
|
(Anja v. Velzen, Handbuch I, S. 52)